1996-98
Neustrukturierung der Ausbildung: Drei Fächer und Neueinführung von Musik und Wirtschaftslehre/Informatik
Die Seminaristinnen und Seminaristen wählten ab dem Schuljahr 1996/97 aus drei Fächern. Zum ersten Mal wurden auch Musik und Wirtschaftslehre / Informatik in die Ausbildung mit einbezogen.
Der Männeranteil bei den Bewerbungen stieg durch die neuen Fächer deutlich und betrug bis zu 50%.
Als Fächerkombinationen waren möglich:
Der Zugang war mit mindestens dem mittleren Bildungsabschluss, nach einer Lehre, nach einem Berufskolleg oder nach dem beruflichen Abitur und generell nach einer bestandenen Eignungsprüfung in
allen Fächern sowie Deutsch möglich.
Die Bewerberinnen und Bewerber waren im Durchschnitt 25 - 26 Jahre alt, teilweise familiär gebunden, oftmals Pendler, vielfach mit Fachhochschul- oder Hochschulreife. Waren bisher Männer eher
spärlich in der Ausbildung vertreten, so bewegte sich der männliche Anteil - auch aufgrund der geänderten Fächerkombinationen - zwischen 40 und 50 %.
Die Ausweitung der Schulpraxisgruppen aufgrund der Dreifächerkombinationen verdreifacht die Zahl der Ausbildungsschulen. Der Radius der Ausbildungsschulen reichte von Plochingen bis
Oberlenningen, von Heiningen bis Unterensingen, mit Schwerpunkt auf dem Kirchheimer Raum.
Insgesamt war diese Veränderung die wohl bedeutendste und am meisten einschneidende in der Geschichte des Kirchheimer Seminars überhaupt, noch einschneidender auch als die Auflösung des früheren
Hauswirtschaftlichen Seminars.